Christian Petrenz

Mehr über mich:

Als mein Musiklehrer auf dem Gymnasium für sein Schulorchester einen Oboisten gesucht hat, wurde ich gefragt, ob ich keine Lust hätte, Oboe zu lernen. Oboe fand ich schon toll, seit ich in einem Knabenchor direkt hinter den Profis stehend die Bach’schen Oratorienarien bestaunt durfte.

Im Studium war der Spagat zwischen ernsthaftem Musikstudium und linken Revolutionsträumen recht anstrengend. Eine Synthese war die Mitwirkung in einer Kabarett-Truppe des unabhängigen Studentenausschusses.

Im Mainzer Orchester, meiner ersten Stelle, lernte ich die Oper, eine von mir damals eher kritisch beäugte Kunstform schätzen und lieben. Vor allem meine ersten Erfahrungen ausgerechnet mit Wagners Tristan und Isolde haben mich schwer begeistert. Ich finde, ich bin in einem äußerst sympathischen Orchester gelandet, für das ich mich immer gerne engagiert habe. 

Unseren Klangkörper abzuschaffen, wie das 2003 mit einer „Orchesterstrukturreform“ für RLP geplant war, wäre für mich unvorstellbar gewesen. Glücklicherweise wurde dieses Vorhaben durch den Widerstand der Mainzerinnen und Mainzer verhindert. Da war ich richtig stolz auf unser Publikum und mein Orchester.

Da sich meine Dienstzeit dem Ende zuneigt, werde ich mich vielleicht wieder verstärkt der Steinbildhauerei zuwenden.